Archiv für die Kategorie ‘Sport Nörgeleien’

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Nach Chaos in Berlin: Harte Strafen für Hertha?

15. März 2010

Auch die nicht unbedingt Bundesliga-Interessierten der ersten Stunde dürften mittlerweile Wind von den Geschehnissen im Berliner Olympiastadion dieses Wochende bekommen haben. Dennoch zuerst eine kurze Zusammenfassung, was war passiert? Hertha BSC verliert zu Hause gegen Nürnberg und verpasst somit die wohl letzte Chance den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze noch zu schaffen. Einige Berliner Fans gerieten daraufhin außer Kontrolle und stürmten, bewaffnet mit Fahnenstangen und anderen Schlagwaffen, das Feld des Olympiastadtions, griffen Ordner an und zerstörten Inventar wie Trainerbänke etc.

Die Zeitungen heute sind voll davon. Natürlich, jeder selbsternannte Fußballexperte und Fachmann meldet sich zu Wort und muss unbedingt seinen Senf dazugeben. So auch der Deutsche Fusel Bund Deutsche Fußball Bund, kurz DFB. Der fordert nämlich empfindliche Strafen und sogenannte Geisterspiele, das heißt Spiele ohne Publikum im Stadion. Nahezu jeder Hansel schließt sich bedenkenlos dieser Meinung an und mit einem Stück blindem Aktionismus ist das Thema wieder vom Tisch. Zumindest so lange, bis es das nächste Mal kracht.

Die Frage hierbei ist aber doch: Wieso soll der Verein dafür so hart bestraft werden? Ordner waren auf ihren Posten, versuchten die Menge zurückzuhalten. Unbewaffnet sahen sie sich aber einer unbezwingbaren Übermacht pöbelnder, bewaffneter und nicht zuletzt aggressiver Fans gegenüber. Dass die Hoolizei Polizei die Situation erst viel später bemerkte und schließlich gewaltsam und kompromisslos auflöste, scheint für die Meisten gar keine Rolle zu spielen. Lieber nimmt man sich den gastgebenden Verein als Sündenbock daher, um alle Anderen aus der Schusslinie zu ziehen, vor allem die makellosen Staatsdiener, denn das erspart unangenehme Fragen, die zu beantworten man nicht in der Lage ist.

Somit muss der weitläufigen Meinung nach der Club aus Berlin sich wohl zurecht mit den Maßnahmen die da kommen mögen abfinden, schließlich wird bei einem Banküberfall ja auch die Bank bestraft, oder war das anders..

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Phänomen Bayern Dusel

11. Februar 2010

Wenn Schiedsrichter nachhelfen

Gestern war es mal wieder soweit. Der FC Hollywood Der große FC Bayern sah sich im DFB-Pokal Abendspiel gegen die Spielvereinigung Greuter Fürth einer schweren Blamage gegenüber, als das Schicksal auf erstaunliche Weise mal wieder Ergebnisoptimierend eingriff. Dabei ist dies doch wirklich eine Seltenheit, die den Begriff Bayern-Dusel nun wirklich nicht rechtfertigt. Meiner Meinung nach ist Bayern Dusel auch nicht das richtige Wort. Fließendes Finanz-Management trifft es wohl eher.

Welche Summen Uli Hoeness locker machen musste, damit der Schiedsrichter beim Stande von 1:2 für Fürth mal wieder einen Elfmeter pfiff, der nie einer war, bleibt wohl bis in alle Ewigkeiten unbekannt. Fest steht aber, dass diese Situation mich wieder stark an das Saisonfinale 2001 erinnerte. Zwar ließ man hier nicht 6 Minuten nachspielen und gab dann einen schwachsinnigen Freistoß im Straufraum, aber dennoch weisen beide Szenarien unverkannbare Parallelen auf.

Die Fürther brachen nach dem Gegentreffer förmlich ein, fanden nicht mehr ins Spiel, das der FC Bayern am Ende mit 6:2 viel zu hoch gewinnt.

Man darf gespannt sein, wie das Spiel im Halbfinale gegen Schalke ablaufen wird, denn da half oft nichtmals mehr der Schiedsrichter:

Sa 26.01.2002, 15:30 Uhr, Arena auf Schalke, Gelsenkirchen
Bundesliga 2001/2002, 19. Spieltag
60.600 Zuschauer – Schiedsrichter: Lutz Michael Fröhlich (Berlin)
Endstand: Schalke 5 : 1 Bayern

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