
Orale Ejakulation
21. Dezember 2010Weihnachten vor der Tür, Familie startet Nervattacken, Langeweile steigt auf und man denkt sich ‘eigentlich könnt ich mich mal wieder so richtig auskotzen’! Schließlich gibt es genug Gründe dafür, dass sich der Würgreiz dem man ständig im Leben ausgeliefert ist, in einer oralen Ejakulation seinen Höhepunkt findet.
Allein gestern Abend, während des “normalen” Fernsehprogramms, habe ich Kopf und Magen vor eine neue Herausforderung gestellt. Frau Bause präsentiert das Finale ihrer Kuppelshow. Übergewichtige Frauen wachen in den Armen pflegebedürftiger Mit-40jähriger auf, der erste gemeinsame Toilletengang endet im romantischem Synchron-Zahnputzen, Kindertapeten werden mit Malen-nach-Zahlen Bildern überdeckt und Kühe urinieren auf Stadt-Besucher. Zwischendrin denkt man selbst : ‘Endlich kommt frisches Blut nach Inzesthausen – Schade, dass es nur genauso merkwürdig ist. Aber Minus und Minus ergibt ja bekanntlich Plus – werden die Erzeugnisse also schön und schlau??!’. Naja gut, es gibt bestimmt demnächst Special-Ausgaben, in denen die neuen Bäuerinnen werfen und wir zuschauen dürfen, wie das menschlichwirkende Neugebohrende von Blut, Schleim und anderen nicht definierbaren Flüssigkeiten vom Bauer befreit wird. In den Konsum-Unterbrechnung darf man sich dann anschauen wie alte Frauen über ihren ‘Blähbauch’ reden und man denkt: ‘Scheiße – vielleicht bin ich ja eine Art TV-Masochist – Gibt es Selbsthilfegruppen für mich?’.
Positiv ist wenigstens, dass ich keinen Urlaub habe und nicht dazukomme mir die abgefuckten Vormittags – und Nachmittagssendungen wie ‘mitten im Leben’, ‘mein neues Baby’, ‘Familie im Brennpunkt’ oder sonstigem Müll anschau. Die Faszination des menschlichen Abschaums zieht mich immer wieder ihren Bann…’hiiiillft mir’
Ich kenne das. Es ist wie ein Unfall, man muss immer wieder hinschauen…